Bauernhof

Marktlage und Preisentwicklung

Der Markt für landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Freising ist stark selektiv und durch eine sehr hohe Nachfrage gekennzeichnet. Ausschlaggebend ist die besondere Kombination aus München-Nähe, S-Bahn-Anbindung, Flughafenstandort und der TU München in Weihenstephan. Gut geführte Milchvieh- und Ackerbaubetriebe sind gefragt, zusätzliche Wertschöpfung entsteht jedoch vor allem durch alternative Betriebsmodelle. Dazu zählen Direktvermarktung mit Ausrichtung auf die Weihenstephaner Studentenschaft und den Münchner Absatzmarkt, Bio-Betriebe mit Forschungs- und Praxiskooperationen, Solidarische Landwirtschaft (CSA) mit starkem Zuspruch aus dem akademischen Umfeld sowie Betriebe mit Innovationsbezug, etwa als Test- oder Demonstrationsflächen für agrartechnische Ausgründungen. Auch Erlebnis- und Bildungsangebote für Familien aus dem Großraum München gewinnen an Bedeutung. Die S-Bahn-Anbindung (S1, ca. 35 Minuten bis München-Zentrum) ermöglicht zudem attraktive Nebenerwerbskonzepte. Insgesamt liegt das Preisniveau hoch, landwirtschaftliche Betriebe in S-Bahn-Nähe erreichen häufig siebenstellige Verkaufspreise.

Bodenqualität und Anbaubedingungen

Bei Bauernhöfen im Landkreis Freising ist die Lagequalität oft entscheidender als die reine Bodengüte. Maßgeblich sind insbesondere die Entfernung zur S-Bahn (unter 5 km gilt als deutlicher Standortvorteil), die Nähe zu Weihenstephan mit ihren Forschungs- und Ausbildungsstrukturen, die Arrondierung der Flächen sowie die Eignung für Direktvermarktung. Kriterien wie Hofladen-Tauglichkeit, Parkplatzmöglichkeiten, Sichtbarkeit und verkehrliche Erreichbarkeit spielen eine große Rolle. Darüber hinaus beeinflussen der bauliche Zustand der Wirtschaftsgebäude und das Entwicklungspotenzial des Betriebs den Wert. Betriebe mit Bio-Zertifizierung, CSA-Strukturen oder Innovationsbezug sind besonders nachgefragt. Investitionen in moderne Stalltechnik, Photovoltaikanlagen und Glasfaseranschluss wirken sich wertsteigernd aus.

Rechtliches und Genehmigungen

Der Verkauf eines landwirtschaftlichen Betriebs im Landkreis Freising ist rechtlich anspruchsvoll. Neben der erforderlichen Grundstücksverkehrsgenehmigung sind Hofübergabeverträge mit Altenteilsregelungen, bestehende Pachtverhältnisse für Fremdflächen, baurechtliche Genehmigungen für Stall- und Wirtschaftsgebäude sowie Wegerechte und sonstige Dienstbarkeiten zu prüfen. Bei ökologisch wirtschaftenden Betrieben kann die EU-Bio-Zertifizierung grundsätzlich auf den Erwerber übertragen werden. Bei geplanter oder bestehender Direktvermarktung sind zudem die einschlägigen gewerberechtlichen Genehmigungen zu beachten.

Steuerliche Aspekte

Der Verkauf eines Bauernhofs im Landkreis Freising ist steuerlich komplex. Bei einer vollständigen Betriebsaufgabe können Freibeträge nach §16 EStG genutzt werden, wodurch bis zu 45.000 Euro steuerfrei bleiben können. Einrichtungen der Direktvermarktung, insbesondere Hofläden, gehören zum Betriebsvermögen und sind entsprechend zu berücksichtigen. Die Hofübergabe innerhalb der Familie bietet zusätzliche steuerliche Vergünstigungen, insbesondere nach §13a ErbStG. Aufgrund des hohen Preisniveaus im Landkreis Freising können steuerliche Gestaltungen erhebliche Auswirkungen haben, sodass eine professionelle Beratung dringend empfohlen wird.

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